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Demokratopoly- Wahlkampf mal anders!

20. Feb 2026

Am Donnerstag, 19. Februar 2026, verwandelte sich das Haus Sankt Ulrich in einen ungewöhnlichen Wahlkampfschauplatz: Unter dem Titel „Demokratopoly – Wahlkampf mal anders“ luden die Vertretungen katholischer Verbände in Augsburg zu einem interaktiven politischen Abend ein. Im Vorfeld der Kommunalwahl in Augsburg, bei der eine neue Oberbürgermeiste…


Statt klassischer Podiumsdiskussion erwartete die Gäste ein lebendiges Spielformat – angelehnt an das bekannte Brettspiel Monopoly. Organisiert wurde die Veranstaltung von den Katholischen Verbänden- Katholischer Deutscher Frauenbund, BDKJ, Katholisches Landvolk, KAB, Kolping, Pax Christi und der DJK Sportverband. Beim „Demokratopoly“ kamen die Bewerberinnen und Bewerber um den Rathaussessel wortwörtlich in Bewegung: Durch Würfeln bestimmten sie ihre nächsten Stationen auf dem Spielfeld. Auffällig war dabei, dass die Figuren der Kandidaten immer wieder auf den Feldern mit Publikumsfragen landeten – sehr zur Freude der Anwesenden, die die Gelegenheit intensiv nutzten.

Jedes Feld war mit einer Frage verbunden, die von den beteiligten katholischen Verbänden aus ihrem jeweiligen Profil heraus entwickelt worden war. Darüber hinaus brachte sich das Publikum mit großem Engagement ein. Besonders reges Interesse zeigten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei Themen wie verkaufsoffenen Sonntagen, der Renovierung des Staatstheaters, dem Zusammenleben der unterschiedlichen Religionen in der Stadt, der Frage, wie Jugendliche neues Vertrauen in die Politik gewinnen können, dem Einfluss des Stadtrats auf die Tarife im öffentlichen Nahverkehr, dem geförderten Wohnungsbau sowie einer nachhaltigen Abfallwirtschaft. Die Bandbreite der Fragen spiegelte die Vielfalt der gesellschaftlichen Anliegen wider, die die Stadt derzeit bewegen.

Mit dabei waren:

  • Frank Pintsch (CSU), Ordnungsreferent
  • Dr. Florian Freund (SPD), Fraktionsvorsitzender und OB-Kandidat
  • Christian Pettinger (ÖDP), Stadtrat
  • Hannes Aigner (Freie Wähler), OB-Kandidat
  • Peter Rauscher (Bündnis 90/Die Grünen), Fraktionsvorsitzender

Die Kandidierenden stellten sich den Fragen spontan und persönlich, was für authentische Einblicke in ihre politischen Haltungen und Prioritäten sorgte. Neben inhaltlicher Schlagfertigkeit war auch körperlicher Einsatz gefragt: DJK-Bildungsreferentin Kerstin Mayer lockerte die informative Talkrunde mit neurokinetischen Bewegungsübungen auf. Die kurzen Aktivierungseinheiten sorgten für heitere Momente und neue Konzentration im Saal.

Auch insgesamt herrschte eine offene, dialogorientierte Atmosphäre, in der politische Inhalte niedrigschwellig und zugleich fundiert vermittelt wurden. Die Veranstalter zeigten sich erfreut über das rege Interesse und die engagierte Beteiligung. „Demokratopoly“ habe eindrucksvoll gezeigt, dass politische Bildung und Wahlkampf kreativ, bewegend und im besten Sinne verbindend gestaltet werden können. Der Eintritt war frei – ein Angebot, das viele Interessierte gerne annahmen.

Autorin: Kerstin Mayer